Alles rund um Pferde – Der Beruf des Sattlers
Ein Sattler fertigt und repariert Gegenstände aus Leder, Textilien und Kunststoff. Entgegen der landläufigen Meinung stellt er nicht ausschließlich Sättel und Gegenstände für die Tierhaltung her, sondern findet genauso Einsatz in der Autoindustrie.
Die Ausbildung zum Sattler dauert drei Jahre und wird im dualen System durchgeführt:
- Der Auszubildende erlernt die Praxis im Ausbildungsbetrieb und besucht begleitend die Berufsschule.
- Bereits im zweiten Ausbildungsjahr wird ein Schwerpunkt festgelegt: Reitsportsattlerei, Fahrzeugsattlerei oder Täschnerei.
- Der Sattler mit Schwerpunkt Reitsportsattlerei fertigt u.a. Sättel, Zaumzeug, Kummet oder Fahrgeschirre an.
- Spezielle Sattler, die ausschließlich Sättel anfertigen nennt man auch Sattelmacher.
- In der Fahrzeugsattlerei werden Innenausstattungen für Autos und Boote gefertigt während ein Täschner Taschen, Koffer oder andere Behältnisse aus Leder oder Kunststoff fertigt.
- Voraussetzung für den Beruf des Sattlers ist handwerkliches Geschick und ein Gespür für Materialien, Formen und Farben. Des Weiteren sollte ein angehender Sattler über mathematische Grundkenntnisse, räumliches Vorstellungsvermögen und eine robuste und gesunde Haut und Konstitution verfügen.
- Nach abgeschlossener Ausbildung folgen drei Gesellenjahre, in denen man die erworbenen Kenntnisse und Fähigkeiten ausbauen und vertiefen kann.
- Im Anschluss daran ist es möglich die Meisterschule zu besuchen und als Meister nach bestandener Prüfung abzuschließen. Erst dann darf man laut Gesetz einen eigenen Handwerksbetrieb als Sattler eröffnen und selbst auch Sattler auszubilden.
- Der Beruf des Sattlers ist nicht sehr verbreitet und bundesweit werden jährlich nur ca. 350 Auszubildende neu ausgebildet. Um erfolgreich im Beruf arbeiten zu können, empfiehlt es sich eine Spezialisierung anzustreben: Insbesondere im Reitsport sind professionelle Sattler gefragt.